Dein Block besitzt schon alles, was du brauchst

Bohrmaschinen, Leitern, Hochdruckreiniger — deine Nachbarn besitzen schon das, was du gerade kaufen willst. Warum Leihen Kaufen schlaegt.

Sonntag, 10. Mai 20265 Min. LesezeitTofan
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Die durchschnittliche Bohrmaschine wird in ihrem ganzen Leben weniger als fuenfzehn Minuten benutzt. Fuenfzehn Minuten. Danach liegt sie die naechsten vierzig Jahre in einer Schublade, zahlt Miete in einem Lagerraum, den du auch bezahlst, und wird langsam zur Archaeologie.

Jetzt schau dir dein Haus an. Schau dir deine Strasse an. Jede Etage hat eine. Jeder zweite Balkon hat eine zusammengeklappte Leiter. Jemand drei Tueren weiter besitzt einen Hochdruckreiniger, den er einmal benutzt hat, vor drei Sommern, als er entschied, dass die Terrasse ihn braucht. Dein Block besitzt schon alles, was du brauchst.

Die Rechnung beim Besitz eines Hochdruckreinigers

Ein anstaendiger Hochdruckreiniger kostet etwa 200 Euro. Du wirst ihn zweimal benutzen — einmal, wenn du ihn kaufst, weil der Drang, den Kauf zu rechtfertigen, ueberwaeltigend ist, und einmal zwei Jahre spaeter, wenn du dich erinnerst, dass er existiert. Dann lebt er in einem Schrank, bis du umziehst und entscheiden musst, ob du ihn mitnimmst.

Denselben Hochdruckreiniger vom Nachbarn auf HandIt zu leihen kostet etwa 5 Euro fuer den Nachmittag. Insgesamt ueber fuenf Jahre, wenn du ihn wirklich einmal im Jahr brauchst, 25 Euro. Der Nachbar verdient 25 Euro, die er sonst nicht verdient haette. Der Hochdruckreiniger wird benutzt.

Zweihundert Euro gegen fuenfundzwanzig. Ein Schrank leerer. Ein Nachbar besser dran. Derselbe Job erledigt.

Was gerade tatsaechlich auf deinem Block steht

  • Eine Bohrmaschine, die jemand 2019 gekauft hat, um ein Regal aufzuhaengen
  • Eine Leiter, die jemand benutzt hat, um eine Gluehbirne zu wechseln, und nie wieder
  • Ein Hochdruckreiniger, der einmal ein Wochenende lang draussen war und seitdem nicht mehr
  • Ein Dampfreiniger, der hinter den Maenteln wohnt
  • Eine Brettspielsammlung, die zweimal im Jahr das Tageslicht sieht
  • Ein Brotbackautomat. Ein Waffeleisen. Ein spezielles Kuechengeraet fuer eine einzige Kueche.

Multipliziere das mit einem Mehrfamilienhaus. Dann einer Strasse. Dann einer Nachbarschaft. Das meiste, was du jemals brauchen koenntest, liegt schon innerhalb von dreihundert Metern um deine Haustuer ungenutzt herum.

Wie HandIt die unangenehmen Teile loest

Leihen unter Nachbarn scheitert aus zwei Gruenden: an der Unbeholfenheit des Fragens und an der Unbeholfenheit, wenn etwas kaputtgeht. HandIt nimmt beides weg.

  • Du durchstoeberst, was in Gehweite verfuegbar ist, statt zu fragen
  • Die Miete wird in Euro ueber Stripe gezahlt — keine Schuldscheine, kein Hinterherrennen
  • Eine Kaution wird auf der Karte des Leihers als Stripe-PaymentIntent reserviert. Kommt der Gegenstand heil zurueck, wird die Reservierung freigegeben. Wenn nicht, deckt die Kaution den Schaden.
  • Beide Seiten hinterlassen eine Bewertung. Muster werden sichtbar.

Was uebrig bleibt, ist der Teil, der die ganze Zeit der einzige Teil haette sein sollen: Ein Nachbar leiht dir ein Ding, das er gerade nicht benutzt.

Schau, was gerade auf deinem Block verfuegbar ist.

Schau, was in der Naehe ist

Und wenn du derjenige mit der Bohrmaschine bist

Du listest sie einmal. Du setzt einen Preis. Du waehlst die Tage, an denen du zur Abholung verfuegbar bist. Die Bohrmaschine bringt dir ein paar Euro ein, jedes Mal wenn ein Nachbar sie fuer einen Abend braucht, und du behaeltst die Bohrmaschine. Die Wirtschaftlichkeit kippt von "ein Ding lagern, das in dem Moment, in dem ich es gekauft habe, an Wert verloren hat" zu "ein kleines Stueck Infrastruktur, das sich selbst bezahlt".

Dein Block besitzt schon alles, was du brauchst. Du laufst fuenfmal pro Woche daran vorbei.

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